00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zum Mini-Podcast in die Welt der BWL.
00:00:06: Mein Name ist Peter Schaaf,
00:00:09: ich bin Unternehmensberater
00:00:10: mit Leib & Seele und gemeinsam geben wir den Problemen der BwL auf den Grund – kurz kompakt unverständlich!
00:00:21: Und wieder ist eine Woche vorbei so schnell kann es gehen.
00:00:26: Hallo zusammen, hallo meine Damen und Herren.
00:00:28: heute wieder eine Folge zu einer Bilanzkennzahl Zinsdeckungsgrad oder genauer gesagt einer GNV Kennzahl.
00:00:37: Wir haben bereits einige Kennzahlen mittlerweile veröffentlicht und in letzter Zeit bin ich öfters gefragt worden, kannst du etwas zum Zinsdeckungsgrad sagen?
00:00:49: Und habe das einfach mal aufgenommen um jetzt heute diese Folge darzustellen.
00:00:54: Ziel dieser Kennzahl ist es ein Verhältnis darüber abzugeben wie oft der Zinsaufwand eines Unternehmens mit dem Teilbetriebsergebnis erwirtschaftet werden kann.
00:01:04: Diese Kennzahl Zinsdeckungsgrad ist damit ein wichtiger Frühindikator, der zur Beochtelung der Kapitaldienstfähigkeit eines Unternehmens heran gezogen werden kann.
00:01:15: Kurz im Begriff – als Teilbetriebsergebnis wird das Ergebnis vor Zinsaufwand verstanden.
00:01:25: Es soll letztendlich ein Ergebnis widerspielen was keine außerordentlichen Faktoren also beispielsweise Erträge aus dem Verkauf von Anlageführungen benaltet Und auch die Steuern von Einkommen ertrag, die sodaten E-Steuern sollen nicht berücksichtigt werden.
00:01:44: Dieses Teilbetriebsergebnis wird auch EBIT genannt und wenn dieses Teilbetriebsergebnis im Zähler steht und das durch den Zinserfand dividiert wird ergibt sich ein Faktor also X mal.
00:02:01: Dieser Faktors soll anzeigen wie oft der Perioden Erfolgen des Unternehmens, also das was ein Unternehmen wirtschaftet vor Zinskosten ausreicht um die Zinslast zu tragen.
00:02:14: Also es geht eigentlich um einen Verhältnis allerdings als Faktor ausgedruckt.
00:02:20: Ein großer Vorteil dieser Kennzahl dürfte daran bestehen dass sowohl im zähler-also im nähner G&V Größen verwendet werden.
00:02:29: Hintergrund.
00:02:30: oftmals haben sie in Bilanzen ja nur, das ist oftmals Sie haben den Bilansen nur werte zur jeweiligen Stichtag Und wenn der Wert an dem Stichtag, beispielsweise Verschuldung gerade klein oder gerade hoch ist dann sind die Bilanzkennzahlen verzerrt.
00:02:45: Wenn ich also hier zwei Periodengrößen miteinander vergleiche, dann besteht dieses Problem gar nicht.
00:02:53: Die Grundaussage dieser Kennzahl Zinsdeckungsgrad lautet je höher der Zins-Deckungs grad ist das heißt je öfter der Zinnsaufwand durch das rechnerische Teilbetriebsergebnis erwirtschaftet werden kann der so besser und es so höher ist die Schuldentragfähigkeit des Unternehmens.
00:03:11: Natürlich gilt auch hier, dass diese Kennzahl in einem hohen Maße von jeweiligen Branche abhängt.
00:03:17: Unternehmen, die branchentypisch anlagenlastig sind Maschinenbau zum Beispiel müssten zwangsläufig eine höhere Finanzierungslast stemmen.
00:03:27: Der Zinsdeckungsgrad als Konsequenz daraus wird folglich kleiner sein als bei einem reinen Dienstleistunternehmen.
00:03:36: Auch hier gilt wie immer fällt Beuchteilung der Kennzahl.
00:03:41: Ich werde mal wieder gefragt, was ist gut?
00:03:43: Was ist schlecht?
00:03:44: Schwer!
00:03:46: Aber über den groben Daumen sind folgende Grundaussagen aus meiner Sicht ganz tragbar.
00:03:54: Wenn der Zinsdeckungsgrad kleiner gleich drei ist, ist das in aller Regel ein sehr schlechtes Zeichen also spricht für eine geringe Zinsentragfähigkeit.
00:04:04: Wenn man so zwischen drei und kleiner gleich fünf fliegt sagt man naja geht zu eher Durchschnitt.
00:04:11: Ab fünf fängt es an Spaß zu machen und die Champions League ist eigentlich das, wenn der Zinsdeckungsgrad über neun ist.
00:04:20: Dann spricht es eigentlich für eine sehr gute Zinstragsfähigkeit.
00:04:26: Lassen Sie mich ein kleines Fazit ziehen!
00:04:30: Diese Kennzahl-Zinsdeckerungsgrad ist letztendlich eine gute aus meiner Sicht ergänzende Kennzahl, die eine vernünftige Aussage über die Schuldentragfähigkeit unseres Lebens gibt.
00:04:45: Mir gilt auch hier, dass aufgrund des geringen Zinsniveaus der letzten Jahre natürlich viele Unternehmen noch auf einem historischen Tiefstand bezüglich der Zinsaufwendung sind und damit im Prinzip die Zinsdeckungsgrade nicht unbedingt zumindest nach hinten raus das Aussagen was sie eigentlich aussagen könnten.
00:05:05: Der riesen Vorteil dieser Kennzahl ist nur der, dass sowohl im Zähler aber auch im Nenner Periodengrößen verglichen werden und damit das Thema Stichstagsverzerrung eigentlich mehr oder minder auszuschließen ist.
00:05:19: Ja, soviel wieder einmal zum Thema Bilanzkennzahlen oder hier IGNV-Kennzalen – ich freue mich wenn Sie auch beim nächsten Beitrag wieder dabei sind!
00:05:28: Ihr Peter
00:05:42: Schaaf Und schalten Sie auch beim nächsten Mal wieder ein auf eine kleine Reise in die Welt der BWN.
00:05:50: Ihr Peter Schaff.